Wichtige Fakten über das Musik Streaming: Diese Dinge solltest du als Musiker auf jeden Fall wissen!

  • von

Im Internet, in E-Mails, Blog-Kommentaren und beim Abhängen mit Kollegen hört man als Musiker viele Meinungen unabhängiger Künstler über das Musik Streaming – sowohl positive als auch negative.

Einige dieser Meinungen sind gut informiert, doch andere scheinen auf Mythen zu beruhen. Wir sehen uns im Folgenden an was dahinter steckt.

Du kannst mit Streaming gutes Geld verdienen

Mit Musik-Streaming lässt sich durchaus Kohle scheffeln. Manche Künstler verdienen über 50% ihres Einkommens mit Spotify und anderen Streamingdiensten.

Bei den großen Labels ist es allerdings üblich, das ganze Teams von Leute die Songtexte schreiben und selbst wenn ein Künstler das Glück hat als Autor anerkannt zu werden, werden die Tantiemen dennoch unter den Verlegern aufgeteilt. Der Rapper und Casino Streamer Al Gear sagte mal in einem Interview::

Was die Tantiemen anbelangt, die beim Streaming eines Songs anfallen, ist es einfach so, dass die Labels gute Arbeit geleistet haben, um einen Großteil des Geldes für sich zu behalten.

Wenn sich also irgendein Superstar beschwert, dass er Millionen von Streams auf Spotify hatte und damit nur Kleingeld verdient hat, kannst du dir denken was Sache ist – die Kohle landet einfach bei jemand anders.

Für Künstler, die all ihre Verlags- und Tonträgerrechte besitzen, gelten dagegen andere Regeln. Es gibt keine Labelvorschüsse, Kataloglizenzen oder komplizierte Aufteilungen, mit denen man sich herumschlagen müsste. Wenn du also das Glück hast, einen deiner Songs in eine prominente Playlist zu bekommen, gehen alle deine Streaming-Einnahmen daraus an dich.

Das Streaming hat die Album-Kultur nicht zerstört

Obwohl gerne das Gegenteil behauptet wird, ist dies tatsächlich nicht der Fall. Denn nicht das Streaming hatte negative Auswirkungen auf die Album-Kultur, sondern die Downloads. Nach dem Großwerden von Napster, brauchten die Leute keine ganzen Album mehr kaufen um einen bestimmten Song hören zu können.

Wenn überhaupt, könnte man sogar behaupten, dass das Streaming tatsächlich dabei hilfreich sein könnte, die Album-Kultur wiederzubeleben.

Zwar sind Streaming-Playlisten eher darauf ausgerichtet einzelne Titel abzuspielen, aber aufgrund der Tatsache, dass es neben der Abonnementgebühr keine zusätzlichen Kosten gibt, steht es den Hörern frei den Katalog eines Künstlers nach Belieben zu erkunden.

Windowing ist nur etwas für Superstars

Unter Windowing versteht man die Veröffentlichung eines bestimmten Musikstücks auf verschiedenen Plattformen und Audioformaten, zu verschiedenen Zeiten. Die Idee dahinter ist, die Fans dorthin lenken zu können, wo man sie gerne hätte. In der Tat könnte das sogar funktionieren – aber eben nur wenn du so berühmt wie Justin Bieber bist.

Für dich gilt dagegen: Wenn deine Musik nicht auf Spotify oder YouTube ist, werden die meisten sie nicht hören. Niemand wird sie herunterladen, denn niemand hat Lust darauf.

Also schlag dir das mit dem Windowing aus dem Kopf und halte keinen deiner Songs zurück. Sei überall zu jeder Zeit, denn deine Fans warten auf Output.

Nicht alle Streaming-Dienste sind gleich

Man könnte meinen, dass im Endeffekt alle Streamingdienste gleich seien, aber es gibt echte Unterschiede zwischen den Plattformen. Hier sind nur einige Beispiele:

  • YouTube Premium bietet das Streamen von Musikvideos an
  • Apple Music ist mit seinem eigenen Radiodienst stark auf die Wünsche der User ausgerichtet.
  • Spotify hat sich bewährt hat, weil es die Benutzer dazu anregt, ihre eigenen Wiedergabelisten zu erstellen.

Und so ist es auch mit den anderen Streaming-Diensten wie Sound Cloud oder Deezer. Sie alle haben ihre spezifischen Eigenschaften, die sie von der Konkurrenz unterscheiden.

Die Zeiten von CDs und Schallplatten sind endgültig vorbei

Wenn man mit Schallplatten oder CDs aufgewachsen ist, ist es verständlich, dass man diese vermisst. Aber die meisten Menschen, die in den letzten zwei Jahrzehnten geboren wurden, vermissen sie nicht, brauchen sie nicht und werden sie auch nicht zurückfordern.

Was wichtig ist, ist die Musik. Nicht wie groß die Verpackung ist, nicht wie glänzend der Gegenstand ist, auf dem sie geliefert wird und nicht wie leicht sie zu berühren ist. Es ist die Musik – Sie geht in die Ohren und bleibt im Gehirn.